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F.A.Q.


1. Wozu braucht man überhaupt einen Kfz.-Sachverständigen?

Antwort:

Schadensfeststellung nach einem Verkehrsunfall Beweissicherung bei strittigem Unfallhergang
Maschinengutachten (Gebrauchtwagenkauf)
Fahrzeugbewertungen (Wertgutachten)
Oldtimergutachten
Unfallrekonstruktion


2. Wer kommt für die Kosten des Gutachters auf?

Antwort:

Bei einem unverschuldeten Unfall trägt grundsätzlich der Schädiger bzw. die eintretende Haftpflichtversicherung auch die Kosten des Kfz.-Sachver- ständigen, da nach ständiger Rechtsprechung des BGH`s die Kosten für ein Gutachten zum Schaden zählen, der dem Geschädigten zu ersetzen ist.


3. Gibt es Ausnahmen von dieser Kostentragungspflicht?

Antwort:

Liegt der Schaden für den Laien ersichtlich unter 500 Euro kann die Ein- schaltung eines Sachverständigen entbehrlich sein. In diesen Fällen zahlt die Versicherung den Gutachter in der Regel nicht.


4. Reicht es nicht aus, wenn die Versicherung des Unfallgegners einen eigenen Sachverständigen mit der Schadensfeststellung beauftragt?

Antwort:

Der Geschädigte ist gut beraten, wenn er immer auf Einschaltung eines unab- hängigen Sachverständigen besteht. Der Sachverständige der Versicherungs- gesellschaft arbeitet schließlich bei der Versicherung, die den Schaden letzt- lich zu bezahlen hat. Der Geschädigte sollte daher einen Sachverständigen seines Vertrauens beauftragen, der sicherstellt, dass auch Wertminderung und Nutzungsausfall neben dem reinen Blechschaden richtig ermittelt werden.


5. Bei der Vielzahl freier Sachverständiger auf dem Markt - wie kann der Geschädigte überhaupt erkennen, einen seriösen qualifizierte Sachver- ständigen zu beauftragen ?

Antwort:

Der Geschädigte sollte darauf achten, dass der Sachverständige Kfz.-Meister Diplom-Ingenieur ist und darüber hinaus Mitglied in einem anerkannten Berufs- verband wie dem BVSK. Anhaltspunkt für die Qualifikation ist auch die öffentliche Bestellung und Vereidigung durch eine IHK oder Handwerks- kammer. Über den Zentralruf des BVSK in Berlin kann zudem ein qualifizierter Sachverständiger vor Ort erfragt werden. Über die Geschäfts- stelle des Verbandes oder über Ihren BVSK-Sachverständigen vor Ort können überdies Unfallpässe angefordert werden mit wichtigen Hinweisen für das korrekte Verhalten nach dem Unfall.


6. Wer trägt die Kosten für den Sachverständigen bei Kaskoschadensfällen?

Antwort:

Bei Kaskoschäden schickt in der Regel die Versicherung einen eigenen Sach- verständigen. Ist man mit der Schadensfeststellung nicht einverstanden, besteht die Möglichkeit der Anrufung eines sogenannten Sachverständigenverfahrens. In diesem Verfahren beauftragt der Geschädigte einen Sachverständigen seines Vertrauens. Beide Gutachten werden dann von einem Obergutachter bewertet. Einige Rechtschutzversicherer, so z. B. der ADAC-Rechtschutz übernehmen die im Sachverständigenverfahren anfallenden Kosten.


7. Ist es nicht günstiger, bei einem einfachen Schaden lediglich einen Kostenvoranschlag in meiner Reparaturwerkstatt einzuholen?

Antwort:

Der Geschädigte, der sich nur auf den Kostenanschlag seiner Werkstatt ver- lässt, erlebt häufig böse Überraschungen. So hat der Kostenvoranschlag später keine beweissichernde Funktion. Zumeist fehlt auch eine Aussage zur Wertminderung. Erst der Sachverständige kann erkennen, ob es sich tat- sächlich um einen sogenannten einfachen Schaden handelte. Häufig sind bei einem vermeintlich leichten Blechschaden tragende Teile beschädigt bzw. bei einem auf den ersten Blick sehr erheblichen Schaden künnen die Reparatur- kosten minimal sein. In jedem Fall also führt der Geschädigte bei Einschaltung eines qualifizierten unabhängigen Sachverständigen auf Nummer sicher.


8. Was empfiehlt der Kfz.-Sachverständige, der täglich mit Unfällen zu tun hat? Wie soll man sich nach einem Unfall verhalten?

Antwort:

Das Wichtigste nach einem Unfall ist "Ruhe zu bewahren". Halten Sie einen handlichen Unfallpass im Wagen vor, wo Sie im Fall des Falles alle Punkte in knapper Form nachlesen können. Lassen Sie sich nicht durch den Unfall- gegner, Polizei, Zeugen oder Versicherungen einschüchtern. Beauftragen Sie einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens und achten Sie auf Einschaltung eines qualifizierten Sachverständigen.


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